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  1. Weibliche Genitalverstümmelung und Islam
    Die uralte, kulturell tief verwurzelte Tradition der weiblichen Genitalverstümmelung wurde in den letzten Jahren vermehrt thematisiert, nicht zuletzt aufgrund der steigenden Zahl betroffener Frauen in Europa im Zuge der Immigration. Da besonders auch Musliminnen betroffen sind, stellt sich die Frage, inwieweit weibliche Genitalverstümmelung mit dem Islam zu tun hat. Dieser Beitrag beschäftigt sich mit verschiedenen Formen von weibliche Genitalverstümmelung und deren Folgen, der zunehmenden "Medikalisierung" sowie den hinter dem Brauch stehenden Reinheitsvorstellungen. Die gesetzliche Lage in Österreich wird besprochen sowie die geographische Verbreitung der Genitalverstümmelung. Es folgt eine Untersuchung des islamischen Standpunktes, woraufhin von Initiativen von muslimischer Seite sowie seitens der Menschenrechtsorganisation TARGET berichtet wird, die gemeinsam für ein Ende der weiblichen Genitalverstümmelung kämpfen. Zuletzt wird auf islamische Überlieferungen in Bezug dazu eingegangen und gefragt, inwiefern sie in Zusammenhang mit weiblicher Beschneidung gebracht werden können. Abschließend wird auf die Wichtigkeit von Aufklärungsarbeit hingewiesen, mit deren Hilfe weibliche Genitalverstümmelung bekämpft werden kann.
  2. Ist der Islam kritikfähig?
    Der vorliegende Artikel beschäftigt sich mit der Frage, ob der Islam sich historisch gesehen als kritikfähig erwiesen hat. Zunächst soll anhand einiger Beispiele aus der islamischen Geschichte und einer kurzen Erläuterung, wie mit Kritik umgegangen und Kritik bewertet wurde, eine Annäherung an diese Fragestellung hergestellt werden. Zudem wird mit Sorūš ein Autor vorgestellt, der sich theoretisch-theologisch mit der Notwendigkeit der Kritik innerhalb der islamischen Wissenschaftspraxis befasst hat.
  3. Zum Umgang mit Krankheit, Alter und Tod im Islam
    In diesem Beitrag wird das islamische Verständnis von Gesundheit und Krankheit beleuchtet, dem die Auffassung des Körpers als ein von Gott anvertrautes Gut zugrunde liegt. Der Mensch als Treuhänder und Nutznießer dieses Guts trägt auch die Verantwortung dafür. Der islamische Krankheitsbegriff wird untersucht, wobei Krankheit nicht als Strafe Gottes aufgefasst wird, sondern vielmehr als Prüfung, was jedoch kein tatenloses, schicksalsergebenes Erdulden von Krankheit nach sich zieht. Dies spiegelt sich in der regen Entwicklung der arabisch-islamischen Medizin wider, wobei im Text auch der Umgang mit psychischen Krankheiten und ihre Behandlung etwa mittels Musiktherapie thematisiert wird sowie andererseits der im Volksislam verbreitete Glaube an Dschinnen und Magie als Krankheitsverursacher. Die Bedeutung des Krankenbesuchs im Islam und mögliche Konflikte in heimischen Krankenhäusern sowie die fehlende professionelle Seelsorgeausbildung in Österreich sind weitere Themen des Beitrags. Zuletzt wird noch auf den islamischen Umgang mit Demenz bzw. mit alten Menschen eingegangen, bevor der Text mit dem Thema Sterben und Tod abschließt.
  4. Der Analogieschluss als Methode in der islamischen Rechtsfindung
    Der vorliegende Artikel beschäftigt sich mit der vierten legitimen Methode der islamischen Rechtsfindung, dem Analogieschluss (Arab.: qiyās). Sie gilt nach Koran, Sunna und ijmaʼ (Konsens) als die vierte anerkannte Rechtsquelle. Der Analogieschluss wird zunächst nur für singuläre Rechtsfindungsfragen genutzt und gilt nicht als verallgemeinerbare Basis weiterer rechtlicher Argumentation, da er über keine direkte Textbasis in Koran oder Sunna verfügt. Im islamischen Recht nimmt er jedoch die wichtige Rolle wahr, eine möglichst große Flexibilität des Rechts zu garantieren.
  5. Al-Idrīsī, seine Weltkarte und Rogers Buch. Ein muslimischer Gelehrter am christlichen Königshof Rogers II. in Palermo
    Dieser Beitrag beschäftigt sich mit dem muslimisch-sizilianischen Gelehrten al-Idrīsī, der als Kartograph und Verfasser des sog. Buches Rogers in die Geschichte einging. Zunächst setzt sich der Text mit der Kulturtechnik des Kartierens auseinander und damit verbundenen Themen wie der Frage nach Objektivität und Intention von Karten sowie mit der für die Kartographie einflussreichen griechischen Geographie, insbesondere mit Ptolemäus. Anschließend wendet sich der Text al-Idrīsī zu und untersucht dessen umfangreiches Werk, das Buch Rogers. Nach einem Abschnitt zur Rezeption al-Idrīsīs endet der Beitrag mit einigen Anmerkungen zu seiner Biographie.
  6. Beiträge der Muslime in der Wissenschaft (Teil II)
    Der vorliegende Artikel ist der zweite Teil einer Reihe, die sich mit den Beiträgen der Muslime in der Wissenschaft beschäftigt. In diesem Beitrag werden die Bereiche Philosophie, Optik, Physik, Astronomie und Geographie kurz dargestellt und erörtert.
  7. Vegetarismus im islamischen Kontext
    Dieser Beitrag beschäftigt sich mit Vegetarismus im islamischen Kontext. Nach einer Begriffsbestimmung wird ein historischer Rückblick auf den Vegetarismus gehalten, woraufhin auf die Folgen einer fleischlosen Ernährungsweise in gesundheitlicher und ökologischer Hinsicht eingegangen wird. Im Anschluss wird der Bezug zum Islam hergestellt, indem auf die steigende Sensibilität bei den Themen Klimawandel, Umwelt- und Tierschutz hingewiesen wird. Sodann werden die unterschiedlichen Zugänge zu Vegetarismus aus islamischer Sicht beleuchtet. Besonders gesundheitliche, ethische und ökologische Aspekte der heute üblichen Massentierhaltung spielen hier eine Rolle. Zuletzt wird auf die Notwendigkeit eines Diskurses hingewiesen, der sich mit den modernen Gegebenheiten befasst und Halal-Ernährung neu definiert.
  8. Beiträge der Muslime in der Wissenschaft (Teil I)
    Der vorliegende Artikel beschäftigt sich mit Beiträgen der Muslime in der Wissenschaft. Nach einer allgemeinen Einführung wird kurz auf die Übersetzungsbewegung eingegangen. Danach werden einige Beiträge der Muslime in den Bereichen Mathematik, Medizin, Chemie und Alchemie erörtert.
  9. „So gebt euch schöne Namen.“ Namen und Namensgebung im Islam
    Dieser Beitrag beschäftigt sich mit der Namensgebung im islamischen Kontext. Gegenüber früheren Zeiten mit strikt vorgegebenen Traditionen trägt die Namenswahl im Allgemeinen heute viel individuellere Züge. Das Interesse bezüglich Namensbedeutung und -herkunft ist groß, wobei die Beschäftigung mit der Namensgebung des arabischen Kulturkreises einige Schwierigkeiten birgt, etwa aufgrund der langen Namensketten oder der Umschrift bzw. Aussprache arabischer Namen. Der Text geht kurz auf das islamische Ritual zur Namensgebung Neugeborener sowie die Namensauswahl ein, die auf einen "schönen Namen" fallen soll. Insbesondere der Prophet Muhammad, aber auch seine Familienmitglieder und Gefährten dienen bis heute als Namensvorbilder in der gesamten islamischen Welt. Das komplexe Namenssystem mit seinen verschiedenen Bestandteilen von persönlichem Namen und zusätzlichen Namen wird ebenso angesprochen wie die Bildung moderner Familiennamen, insbesondere im Türkischen.
  10. Sind Fatwas Todesurteile? Wenn nein, was dann?
    Der vorliegende Artikel beschäftigt sich mit dem Thema fatwā (Arab.: Rechtsmeinung). Nach einer allgemeinen Einführung wird die Praxis der Fatwātätigkeit näher erklärt und in ihren verschiedenen Konnotationen beleuchtet. Dazu gehört es auch, in Zusammenhang mit den Artikeln über die Methodologie der islamischen Rechtsfindung und den vertiefenden Artikeln zu qiyās und iǧmāʿ noch einmal auf die Autoritäten der Rechtsfindung und Rechtsprechung einzugehen und verschiedene Facetten islamischer Rechtsergründung in ein Verhältnis zu setzen.