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  1. Husein Djozo (1912 - 1982)
    Dieser Text behandelt das Leben und Werk von Husein Djozo, einem Theologen, Imam und Vorreiter eines ausgeprägten und konsequenten Reformschemas in Bosnien und Herzegowina in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Ausgehend von seiner Biografie soll hier stellvertretend für seine sehr umfangreiche, umfassende Theologie und Fatwa-Lehre eines seiner Themen angesprochen werden: Die Stellung der Frau im Islam.
  2. Zakāt – der soziale Grundpfeiler des Islam
    Der vorliegende Text befasst sich mit dem Begriff zakāt, der oft mit Almosensteuer oder Sozialabgabe übersetzt wird. Neben dem islamischen Glaubensbekenntnis (šahāda), dem Gebet (ṣalāt), dem Fasten im Monat Ramadan (ṣaum) und der Pilgerfahrt nach Mekka (ḥāǧǧ) gehört die Abgabe der zakāt zu den fünf Säulen des Islams.
  3. Die Murǧiʾa – eine parteilose Gruppierung aus der frühislamischen Zeit
    Der vorliegende Beitrag befasst sich mit der Murǧiʾa, einer frühislamischen Bewegung, die sich wahrscheinlich im Laufe des ersten Schismas bildete, bei der es um die Frage ging, wer der rechtmäßige Nachfolger des Propheten Muhammad sein sollte. Diese Bewegung zeichnete sich dadurch aus, dass sie sich eines Urteils bezüglich der Frage des rechtmäßigen Herrschers enthielt und jeden, der das Glaubensbekenntnis vollzog (unabhängig von seinen jeweiligen Taten) auch als gläubige/n MuslimIn ansah, was wiederum sowohl auf politischer als auch auf theologischer Ebene neue Perspektiven öffnete.
  4. Muḥammad aṭ-Ṭāhir Ibn-ʿĀšūr (1879-1973)
    Dieser Beitrag beschäftigt sich mit dem tunesischen Gelehrten Muḥammad aṭ-Ṭāhir Ibn-ʿĀšūr. Nach einem biografischen Rückblick werden seine Reformbestrebungen in Bildung und Recht thematisiert. Insbesondere sein Fokus auf die Zwecke der Scharia (maqāșid) und sein philologischer Zugang in seiner Koranexegese werden angesprochen. Diese sind verbunden mit seiner Vision, in Kontinuität mit der Tradition ein der modernen Zeit entsprechendes Islamverständnis zu schaffen.
  5. Konversion im Islam
    Dieser Beitrag befasst sich mit dem Thema Konversion zum Islam. In diesem Zusammenhang werden die Definition religiöser Konversion, Motive und Rituale thematisiert sowie die Tatsache, dass Konversion als fortlaufender Entwicklungsprozess zu sehen ist. „Neue MuslimInnen“ stehen vor der Herausforderung, einen individuellen Zugang zum Islam, der damit verbundenen Religionspraxis sowie zum muslimischen wie nichtmuslimischen Umfeld zu finden.
  6. Die Befreiung, in der das Ich und das Wir zu Einem werden - Mohamed Aziz Lahbabi (1923 – 1993)
    Dieser Beitrag befasst sich mit dem marokkanischen Philosophen Mohamed Aziz Lahbabi. In den 1950er und 60er Jahren entwickelte Lahbabi, beeinflusst von den französischen Philosophen Emanuel Mounier und Henri Bergson und der philosophischen Strömung des Personalismus (frz. personnalisme) den realistischen Personalismus und eine islamische Anthropologie, bei der Personwerdung, Befreiung sowie das reflektierte Glaubenszeugnis eine zentrale Rolle spielen.
  7. Zwischen Gewissheit und Kontingenz - Auf dem Weg zu einem neuen Verständnis von islamischer Theologie und Religionspädagogik im europäischen Kontext
    Hinweis: This text was published in Zekirija Sejdini (ed.), Islamische Theologie und Religionspädagogik in Bewegung. Neue Ansätze in Europa, transcript Bielefeld, 2016. It is posted here by permission of transcript Verlag for personal use only, not for redistribution. DOI-Nummer: https://doi.org/10.14361/9783839433959-002
  8. Die interreligiöse Ehe aus islamischer Sicht
    Dieser Beitrag widmet sich dem Thema interreligiöse Ehe aus islamischer Sicht, wobei der Schwerpunkt auf der Frage liegt, warum muslimische Frauen keine nichtmuslimischen Männer heiraten dürfen bzw. ob dieser Standpunkt heute überdacht und neu interpretiert werden kann. Angesichts der Tatsache, dass Ehen zwischen Musliminnen und Nichtmuslimen heute zumindest im Westen Realität sind, scheint eine solche Neuinterpretation von Relevanz zu sein.
  9. Aš-Šāṭibī (gest. 1388): Ein „Aufklärer“ im Mittelalter?
    Der vorliegende Artikel beschäftigt sich mit dem andalusischen Gelehrten Abū Isḥāq aš-Šāṭibī (gest. 1388), dessen systematische Darstellung der "Absichten der Scharia" (maqaṣid aš-šarīʿa) eine besondere Stellung in der islamisch-theologischen Tradition, insbesondere im Bereich der islamischen Rechtswissenschaften, einnimmt. Obwohl über das Leben des Gelehrten nicht viel bekannt ist, wird im Folgenden abgesehen von den Lehren und Hauptwerken, auch auf biografische Eckdaten eingegangen, um den Kontext zu verdeutlichen, in dem er wirkte.
  10. Eine Einführung in den Begriff der Ästhetik aus islamischer Sicht
    Dieser Beitrag nähert sich dem Begriff der Ästhetik aus islamischer Sicht bzw. will untersuchen, ob eine spezifisch islamische Ästhetik definiert werden kann. Diesbezüglich werden unterschiedliche Ansichten vertreten. Das ästhetische Erleben des Korans sowie die Verbindung zur islamischen Kunst stellen die zentralen Bezugspunkte des Textes zur Ästhetik dar.