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  1. Koranische Zugänge zum Menschsein
    Dieser Beitrag begibt sich auf die Suche nach einem koranischen Menschenbild. Im heutigen Kontext unserer westlichen, pluralen Gesellschaft ist es unumgänglich, auch aus muslimischer Perspektive das Verhältnis zur weltanschaulichen Vielfalt zu klären. Anhand der Begriffe Würde des Menschen, Freiheit und Vernunft sowie menschliche Verantwortung und Geschöpflichkeit versucht der Text anthropologische Grundlagen im Koran herauszufiltern.
  2. Islam und Demokratie: Ein ewiges Problem?
    Der vorliegende Artikel beschäftigt sich mit dem Thema der Vereinbarkeit von Demokratie und Islam. Nach einer allgemeinen Einführung über die verschiedenen Zugänge, wird die historische Entwicklung muslimischer Gesellschaften vom Mittelalter bis in die Gegenwart geschildert und auf Chancen und Probleme für die Demokratie in Ländern mit muslimischer Mehrheit hingewiesen.
  3. Eindeutigkeit und Mehrdeutigkeit im Koran?
    Der vorliegende Artikel beschäftigt sich mit dem Thema der Eindeutigkeit und Mehrdeutigkeit im Koran. Nach einer allgemeinen Einführung wird auf zwei Aspekte näher eingegangen: die Ambivalenz der beiden koranischen Begriffe „muḥkam“ und „mutašābih“ sowie das Problem der Interpretationshoheit (göttlich oder menschlich), zu der dieser Vers Stellung bezieht. Zum Schluss wird noch auf die Relevanz des Verses für den heutigen Diskurs aufmerksam gemacht.
  4. Mensch und Schöpfung zwischen Koran und Evolutionstheorien
    Dieser Beitrag befasst sich mit dem Verhältnis der Konzepte von göttlicher Schöpfung einerseits und Evolution andererseits. Zunächst wird auf die häufige, oft von Unwissenheit geprägte Ablehnung evolutionärer Theorien, insbesondere seitens vieler MuslimInnen, eingegangen. Es wird die Frage angesprochen, ob Evolution im Koran abgelehnt wird, was interpretationsabhängig beantwortet werden kann und auch, ob der Mensch Teilhaber am Schöpfungsgeschehen sein kann. Anschließend wendet sich der Text der Person Charles Darwins und seinen Theorien zu, die oftmals und fälschlicherweise als atheistisch eingestuft wurden und werden.
  5. Takfīr: Ursprung und Entstehung
    Der vorliegende Artikel beschäftigt sich mit dem Thema des takfīr im Islam. Nach einer allgemeinen Einführung wird die Praxis des takfīr erklärt und es werden auch der Ursprung und die geschichtliche Entwicklung näher beleuchtet. Darüber hinaus wird auf die Frage, ob takfīr ein Phänomen der Moderne oder in der islamischen Theologie fest verankert ist, eingegangen.
  6. Muhammad Asad (1900–1992) – Unverstandener Grenzgänger und gefeierter Brückenbauer
    Dieser Beitrag beschäftigt sich mit Muhammad Asad, einem altösterreichischen sowie kosmopolitischen islamischen Denker und Koranübersetzer des 20. Jahrhunderts. Zunächst wird die Schwierigkeit der Einordnung sowie die vielfältigen Zuschreibungen Asads Person gegenüber angesprochen. Während zu Lebzeiten die Anerkennung seines Denkens weitgehend ausblieb, verstärkte sich in unserer Zeit das Interesse an Muhammad Asad, vor allem im deutschsprachigen Raum. Der Text zeichnet die vielen Stationen in Asads Leben nach und endet mit einem nachdenklichen Blick auf den faszinierenden, kritischen, seiner Zeit voraus seienden, am Lebensende auch resignierten Menschen, der Muhammad Asad war.
  7. Erzieherische Aspekte des Fastens
    Der vorliegende Artikel beschäftigt sich mit dem Thema Fasten im Monat Ramadan. Nach einer allgemeinen Einführung wird auf vier Dimensionen des Fastens eingegangen: religiös, körperlich, seelisch/spirituell sowie sozial. Anhand dieser Dimensionen wird versucht, einige erzieherische Aspekte, die das Fasten mit sich trägt, wiederzugeben und zu erörtern.
  8. Der Prophet Muhammad als Mensch
    Der vorliegende Artikel beschäftigt sich mit den Propheten Muhammad als Menschen. Nach einer allgemeinen Einführung über die Stellung des Propheten im Islam und die Vorstellungen der Muslime über seine Person wird anhand einiger Beispiele aus dem Koran und der Sunna versucht, die menschliche Komponente seines Daseins aufzuzeigen.
  9. Erlaubt der Koran Männern, Frauen zu schlagen?
    Der vorliegende Artikel beschäftigt sich mit der Sure 4:34 des Korans. Diese Textstelle wird sowohl von nicht-muslimischer Seite oftmals als Anfrage an muslimische Gesprächspartner thematisiert und hat zudem gerade seit dem 20. Jahrhundert auch innermuslimisch zu vielen Diskussionen geführt: Die Debatte dreht sich um die Frage, ob der Koran Männern erlaubt, ihre Ehefrauen zu schlagen, und wie das heute zu verstehen ist.
  10. Muslime und Nationalsozialismus
    Dieser Beitrag wirft einen Blick auf die Rolle, die Muslime in der Zeit von Nationalsozialismus und Zweitem Weltkrieg spielten, wobei die Forschung darüber noch im Gange ist und aufgrund der Komplexität nur schwer generelle Aussagen zu treffen sind. Muslime kämpften sowohl auf Seiten der Achse als auf jener der Alliierten und waren so als Opfer wie Täter in die Kriegsgeschehnisse und –verbrechen involviert. Vor dem Krieg stand der Großteil der muslimischen Länder unter Fremdherrschaft, es war eine Zeit von Aufruhr und Unabhängigkeitsbestrebungen. Alle Kriegsmächte versuchten mittels Propaganda, die Muslime auf ihre Seite zu ziehen und stellten sich als Beschützer des Islam dar. Vor dem Hintergrund zionistischer Einwanderung in Palästina nahmen antisemitsche Äußerungen und Übergriffe in der arabischen Welt zu, auch wenn sich diese Radikalisierung nicht allein auf die Palästinafrage reduzieren lässt. Die ideologische Beziehung zwischen muslimischer Welt, Islamismus und Nationalsozialismus wird in der Forschung kontrovers beurteilt. Ein Beispiel dafür ist die Einordnung der Rolle des Großmuftis von Jerusalem. Zehntausende von Muslimen vor allem aus der Sowjetunion kämpten in Wehrmacht und SS, weshalb sie nach Kriegsende repatriiert und am Galgen oder im Gulag endeten. Ebenso wie es Kollaborateure, Profiteure und Opfer unter Muslimen gab, gab es auch muslimische Helfer für die jüdische Bevölkerung angesichts der Verfolgung durch die Nazis, was mit dem Fall der Albaner exemplarisch aufgezeigt wird.