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  1. Muḥammad aṭ-Ṭāhir Ibn-ʿĀšūr (1879-1973)
    Dieser Beitrag beschäftigt sich mit dem tunesischen Gelehrten Muḥammad aṭ-Ṭāhir Ibn-ʿĀšūr. Nach einem biografischen Rückblick werden seine Reformbestrebungen in Bildung und Recht thematisiert. Insbesondere sein Fokus auf die Zwecke der Scharia (maqāșid) und sein philologischer Zugang in seiner Koranexegese werden angesprochen. Diese sind verbunden mit seiner Vision, in Kontinuität mit der Tradition ein der modernen Zeit entsprechendes Islamverständnis zu schaffen.
  2. Zwischen Gewissheit und Kontingenz - Auf dem Weg zu einem neuen Verständnis von islamischer Theologie und Religionspädagogik im europäischen Kontext
    Hinweis: This text was published in Zekirija Sejdini (ed.), Islamische Theologie und Religionspädagogik in Bewegung. Neue Ansätze in Europa, transcript Bielefeld, 2016. It is posted here by permission of transcript Verlag for personal use only, not for redistribution. DOI-Nummer: https://doi.org/10.14361/9783839433959-002
  3. Aš-Šāṭibī (gest. 1388): Ein „Aufklärer“ im Mittelalter?
    Der vorliegende Artikel beschäftigt sich mit dem andalusischen Gelehrten Abū Isḥāq aš-Šāṭibī (gest. 1388), dessen systematische Darstellung der "Absichten der Scharia" (maqaṣid aš-šarīʿa) eine besondere Stellung in der islamisch-theologischen Tradition, insbesondere im Bereich der islamischen Rechtswissenschaften, einnimmt. Obwohl über das Leben des Gelehrten nicht viel bekannt ist, wird im Folgenden abgesehen von den Lehren und Hauptwerken, auch auf biografische Eckdaten eingegangen, um den Kontext zu verdeutlichen, in dem er wirkte.
  4. Islamischer Religionsunterricht
    Durch das Islamgesetz von 1912 wurde den Musliminnen und Muslimen in Österreich eine rechtliche Grundlage gegeben, ihre Religion frei auszuüben und eine Religionsgemeinschaft zu gründen, die ihre Interessen in Österreich nach außen vertritt. Zu dieser rechtlichen Gleichstellung mit anderen Religionsgemeinschaften gehört auch die Erteilung des islamischen Religionsunterrichtes an öffentlichen Schulen. Als wichtige Schnittstelle zwischen der Religionsgemeinschaft und dem Staat genießt der Religionsunterricht eine besondere Bedeutung. Dieser Beitrag blickt aus verschiedenen Perspektiven auf den islamischen Religionsunterricht.
  5. Islamische Befreiungstheologie
    Dieser Beitrag befasst sich mit dem Thema Islamische Befreiungstheologie. Zunächst wird auf die enge Verbindung des Begriffs Befreiungstheologie mit der gleichnamigen katholischen Bewegung in Lateinamerika in den 1960er Jahren eingegangen und die damit verbundene Kritik des spanischen Theologen und Religionswissenschaftlers Juan José Tamayo thematisiert. Er plädiert für eine interkulturelle und interreligiöse, insbesondere eine christlich-islamische Form von Befreiungstheologie in der heutigen Zeit, die im Beitrag kurz skizziert wird. Im Anschluss werden der südafrikanische islamische Befreiungstheologe Farid Esack sowie der Tunesier Kacem Gharbi vorgestellt, welcher ebenfalls eine befreiungstheologische Haltung vertritt.
  6. Koranische Zugänge zum Menschsein
    Dieser Beitrag begibt sich auf die Suche nach einem koranischen Menschenbild. Im heutigen Kontext unserer westlichen, pluralen Gesellschaft ist es unumgänglich, auch aus muslimischer Perspektive das Verhältnis zur weltanschaulichen Vielfalt zu klären. Anhand der Begriffe Würde des Menschen, Freiheit und Vernunft sowie menschliche Verantwortung und Geschöpflichkeit versucht der Text anthropologische Grundlagen im Koran herauszufiltern.
  7. Islam und Demokratie: Ein ewiges Problem?
    Der vorliegende Artikel beschäftigt sich mit dem Thema der Vereinbarkeit von Demokratie und Islam. Nach einer allgemeinen Einführung über die verschiedenen Zugänge, wird die historische Entwicklung muslimischer Gesellschaften vom Mittelalter bis in die Gegenwart geschildert und auf Chancen und Probleme für die Demokratie in Ländern mit muslimischer Mehrheit hingewiesen.
  8. Eindeutigkeit und Mehrdeutigkeit im Koran?
    Der vorliegende Artikel beschäftigt sich mit dem Thema der Eindeutigkeit und Mehrdeutigkeit im Koran. Nach einer allgemeinen Einführung wird auf zwei Aspekte näher eingegangen: die Ambivalenz der beiden koranischen Begriffe „muḥkam“ und „mutašābih“ sowie das Problem der Interpretationshoheit (göttlich oder menschlich), zu der dieser Vers Stellung bezieht. Zum Schluss wird noch auf die Relevanz des Verses für den heutigen Diskurs aufmerksam gemacht.
  9. Mensch und Schöpfung zwischen Koran und Evolutionstheorien
    Dieser Beitrag befasst sich mit dem Verhältnis der Konzepte von göttlicher Schöpfung einerseits und Evolution andererseits. Zunächst wird auf die häufige, oft von Unwissenheit geprägte Ablehnung evolutionärer Theorien, insbesondere seitens vieler MuslimInnen, eingegangen. Es wird die Frage angesprochen, ob Evolution im Koran abgelehnt wird, was interpretationsabhängig beantwortet werden kann und auch, ob der Mensch Teilhaber am Schöpfungsgeschehen sein kann. Anschließend wendet sich der Text der Person Charles Darwins und seinen Theorien zu, die oftmals und fälschlicherweise als atheistisch eingestuft wurden und werden.
  10. Der Prophet Muhammad als Mensch
    Der vorliegende Artikel beschäftigt sich mit den Propheten Muhammad als Menschen. Nach einer allgemeinen Einführung über die Stellung des Propheten im Islam und die Vorstellungen der Muslime über seine Person wird anhand einiger Beispiele aus dem Koran und der Sunna versucht, die menschliche Komponente seines Daseins aufzuzeigen.