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  1. Weibliche Genitalverstümmelung und Islam
    Die uralte, kulturell tief verwurzelte Tradition der weiblichen Genitalverstümmelung wurde in den letzten Jahren vermehrt thematisiert, nicht zuletzt aufgrund der steigenden Zahl betroffener Frauen in Europa im Zuge der Immigration. Da besonders auch Musliminnen betroffen sind, stellt sich die Frage, inwieweit weibliche Genitalverstümmelung mit dem Islam zu tun hat. Dieser Beitrag beschäftigt sich mit verschiedenen Formen von weibliche Genitalverstümmelung und deren Folgen, der zunehmenden "Medikalisierung" sowie den hinter dem Brauch stehenden Reinheitsvorstellungen. Die gesetzliche Lage in Österreich wird besprochen sowie die geographische Verbreitung der Genitalverstümmelung. Es folgt eine Untersuchung des islamischen Standpunktes, woraufhin von Initiativen von muslimischer Seite sowie seitens der Menschenrechtsorganisation TARGET berichtet wird, die gemeinsam für ein Ende der weiblichen Genitalverstümmelung kämpfen. Zuletzt wird auf islamische Überlieferungen in Bezug dazu eingegangen und gefragt, inwiefern sie in Zusammenhang mit weiblicher Beschneidung gebracht werden können. Abschließend wird auf die Wichtigkeit von Aufklärungsarbeit hingewiesen, mit deren Hilfe weibliche Genitalverstümmelung bekämpft werden kann.
  2. Ist der Islam kritikfähig?
    Der vorliegende Artikel beschäftigt sich mit der Frage, ob der Islam sich historisch gesehen als kritikfähig erwiesen hat. Zunächst soll anhand einiger Beispiele aus der islamischen Geschichte und einer kurzen Erläuterung, wie mit Kritik umgegangen und Kritik bewertet wurde, eine Annäherung an diese Fragestellung hergestellt werden. Zudem wird mit Sorūš ein Autor vorgestellt, der sich theoretisch-theologisch mit der Notwendigkeit der Kritik innerhalb der islamischen Wissenschaftspraxis befasst hat.
  3. Der Analogieschluss als Methode in der islamischen Rechtsfindung
    Der vorliegende Artikel beschäftigt sich mit der vierten legitimen Methode der islamischen Rechtsfindung, dem Analogieschluss (Arab.: qiyās). Sie gilt nach Koran, Sunna und ijmaʼ (Konsens) als die vierte anerkannte Rechtsquelle. Der Analogieschluss wird zunächst nur für singuläre Rechtsfindungsfragen genutzt und gilt nicht als verallgemeinerbare Basis weiterer rechtlicher Argumentation, da er über keine direkte Textbasis in Koran oder Sunna verfügt. Im islamischen Recht nimmt er jedoch die wichtige Rolle wahr, eine möglichst große Flexibilität des Rechts zu garantieren.
  4. Sind Fatwas Todesurteile? Wenn nein, was dann?
    Der vorliegende Artikel beschäftigt sich mit dem Thema fatwā (Arab.: Rechtsmeinung). Nach einer allgemeinen Einführung wird die Praxis der Fatwātätigkeit näher erklärt und in ihren verschiedenen Konnotationen beleuchtet. Dazu gehört es auch, in Zusammenhang mit den Artikeln über die Methodologie der islamischen Rechtsfindung und den vertiefenden Artikeln zu qiyās und iǧmāʿ noch einmal auf die Autoritäten der Rechtsfindung und Rechtsprechung einzugehen und verschiedene Facetten islamischer Rechtsergründung in ein Verhältnis zu setzen.
  5. Kurze Einführung in die Methodologie der islamischen Rechtsfindung
    Der vorliegende Artikel beschäftigt sich mit der Methodenlehre der islamischen Rechtsfindung – auch bekannt als uṣūl al-fiqh (Arab.: „die Wurzeln des fiqh“). Zunächst wird der Begriff des fiqh ins Verhältnis zu dem der Scharia gesetzt, um in einem weiteren Schritt eine Annäherung an die Methodik der Rechtsfindung zu unternehmen und auf Autoritäten der Rechtsfindung hinzuweisen.
  6. Apostasie Im Islam
    Der vorliegende Beitrag behandelt das Thema Apostasie im Islam. Dabei wird zunächst zwischen einer veralteten und konservativ-traditionellen Auffassung sowie der Auffassung in einem modernen Kontext unterschieden, bevor im weiteren Verlauf Bestrafungen im Zusammenhang mit Apostasie im modernen Islam thematisiert werden.
  7. Imam – wer oder was ist das?
    Der vorliegende Artikel beschäftigt sich mit der Frage, was ein Imam ist. Dieses Thema gewinnt besondere Relevanz dadurch, dass die islamische Seelsorge mittlerweile gerade in Europa ein bisher nicht dagewesenes Gewicht im Rollenspektrum von Imamen und dadurch auch in Hinsicht auf den Einflussbereich der Imame auf die Gemeindemitglieder einnimmt. Im traditionellen sunnitischen Verständnis geht das weit über die Aufgabe und Wirkung dieser Funktion hinaus. Bei den Schiiten wird der Begriff gänzlich anders verstanden und mit viel größerer Bedeutung belegt.
  8. Ibn Ḫaldūn - Historiker, Soziologe, Philosoph
    Der vorliegende Artikel beschäftigt sich mit dem Universalgelehrten Ibn Ḫaldūn (gest. 1406 n. Chr.), der die Theorie vom Kreislauf der Kulturen/Zivilisationen entwickelte. Es werden eine kurze Lebensgeschichte Ibn Ḫaldūns, sein Hauptwerk und die berühmte "Muqaddima" dargestellt. Abschließend wird auf die Diskussionen über seine Methoden eingegangen.
  9. Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich
    Der vorliegende Artikel beschäftigt sich mit der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich. Nach einem geschichtlichen Überblick werden die Strukturen und Hauptaufgaben der IGGÖ erörtert und zum Schluss wird auf die Kritik gegenüber der IGGÖ eingegangen.
  10. Die postmortale Organtransplantation - Eine bioethische Debatte der islamischen Jurisprudenz
    Der vorliegende Artikel beschäftigt sich mit dem Thema postmortale Organtransplantation aus der Sicht der islamischen Jurisprudenz. Nach einer allgemeinen Einführung werden die kontroversen Meinungen aus Pakistan und Ägypten vorgestellt und die sich daraus resultierenden Herausforderungen im Anschluss zusammengefasst.