Es wurden 13 Ergebnisse gefunden.
  1. Husein Djozo (1912 - 1982)
    Dieser Text behandelt das Leben und Werk von Husein Djozo, einem Theologen, Imam und Vorreiter eines ausgeprägten und konsequenten Reformschemas in Bosnien und Herzegowina in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Ausgehend von seiner Biografie soll hier stellvertretend für seine sehr umfangreiche, umfassende Theologie und Fatwa-Lehre eines seiner Themen angesprochen werden: Die Stellung der Frau im Islam.
  2. Muḥammad aṭ-Ṭāhir Ibn-ʿĀšūr (1879-1973)
    Dieser Beitrag beschäftigt sich mit dem tunesischen Gelehrten Muḥammad aṭ-Ṭāhir Ibn-ʿĀšūr. Nach einem biografischen Rückblick werden seine Reformbestrebungen in Bildung und Recht thematisiert. Insbesondere sein Fokus auf die Zwecke der Scharia (maqāșid) und sein philologischer Zugang in seiner Koranexegese werden angesprochen. Diese sind verbunden mit seiner Vision, in Kontinuität mit der Tradition ein der modernen Zeit entsprechendes Islamverständnis zu schaffen.
  3. Die Befreiung, in der das Ich und das Wir zu Einem werden - Mohamed Aziz Lahbabi (1923 – 1993)
    Dieser Beitrag befasst sich mit dem marokkanischen Philosophen Mohamed Aziz Lahbabi. In den 1950er und 60er Jahren entwickelte Lahbabi, beeinflusst von den französischen Philosophen Emanuel Mounier und Henri Bergson und der philosophischen Strömung des Personalismus (frz. personnalisme) den realistischen Personalismus und eine islamische Anthropologie, bei der Personwerdung, Befreiung sowie das reflektierte Glaubenszeugnis eine zentrale Rolle spielen.
  4. Aš-Šāṭibī (gest. 1388): Ein „Aufklärer“ im Mittelalter?
    Der vorliegende Artikel beschäftigt sich mit dem andalusischen Gelehrten Abū Isḥāq aš-Šāṭibī (gest. 1388), dessen systematische Darstellung der "Absichten der Scharia" (maqaṣid aš-šarīʿa) eine besondere Stellung in der islamisch-theologischen Tradition, insbesondere im Bereich der islamischen Rechtswissenschaften, einnimmt. Obwohl über das Leben des Gelehrten nicht viel bekannt ist, wird im Folgenden abgesehen von den Lehren und Hauptwerken, auch auf biografische Eckdaten eingegangen, um den Kontext zu verdeutlichen, in dem er wirkte.
  5. Muḥammad Abed al-Ǧābirī und die Kritik der arabischen Vernunft
    Der vorliegende Artikel befasst sich mit dem marokkanischen Philosophen Muḥammad Abed al-Ǧābirī (gest. 2010), der zu den bedeutendsten Kritikern der islamischen Moderne gehört. In seinem vierbändigen Hauptwerk Naqd al-ʿaql al-ʿarabī (Kritik der arabischen Vernunft) äußert er seine reformatorischen Gedanken zur Neubegründung des arabischen Rationalismus, welche vor allem an die Gedanken des rationalistischen muslimischen Philosophen Ibn Rušd bzw. Averroes (gest. 1198) angelehnt sind.
  6. Muhammad Asad (1900–1992) – Unverstandener Grenzgänger und gefeierter Brückenbauer
    Dieser Beitrag beschäftigt sich mit Muhammad Asad, einem altösterreichischen sowie kosmopolitischen islamischen Denker und Koranübersetzer des 20. Jahrhunderts. Zunächst wird die Schwierigkeit der Einordnung sowie die vielfältigen Zuschreibungen Asads Person gegenüber angesprochen. Während zu Lebzeiten die Anerkennung seines Denkens weitgehend ausblieb, verstärkte sich in unserer Zeit das Interesse an Muhammad Asad, vor allem im deutschsprachigen Raum. Der Text zeichnet die vielen Stationen in Asads Leben nach und endet mit einem nachdenklichen Blick auf den faszinierenden, kritischen, seiner Zeit voraus seienden, am Lebensende auch resignierten Menschen, der Muhammad Asad war.
  7. Mohamed Talbi und sein Islamverständnis
    Dieser Beitrag befasst sich mit dem tunesischen islamischen Denker Mohamed Talbi, der am 1. Mai 2017 im Alter von 96 Jahren verstorben ist. Zentral in seinem Denken ist die Stellung der Freiheit des Individuums sowie eine historisch-dynamische Lesart des Korans. Als menschengemachtes Werk lehnt Talbi die Scharia ab, bzw. fordert er ein Überdenken derselben, das unserer heutigen Realität entspricht. Talbi, der sich als "koranischer Muslim" bezeichnete, gilt als einflussreicher, kritischer sowie auch umstrittener Denker, der provozierte, und gleichzeitig als tief gläubiger, im Islam fest verwurzelter Mensch, der seine Religion in gänzlicher, persönlicher Freiheit lebte. Dieselbe Freiheit forderte er für alle Menschen als gleichrangige Mitglieder der Menschheitsfamilie, und er begründete dies aus seinem Verständnis von Koran und Islam heraus.
  8. Al-Idrīsī, seine Weltkarte und Rogers Buch. Ein muslimischer Gelehrter am christlichen Königshof Rogers II. in Palermo
    Dieser Beitrag beschäftigt sich mit dem muslimisch-sizilianischen Gelehrten al-Idrīsī, der als Kartograph und Verfasser des sog. Buches Rogers in die Geschichte einging. Zunächst setzt sich der Text mit der Kulturtechnik des Kartierens auseinander und damit verbundenen Themen wie der Frage nach Objektivität und Intention von Karten sowie mit der für die Kartographie einflussreichen griechischen Geographie, insbesondere mit Ptolemäus. Anschließend wendet sich der Text al-Idrīsī zu und untersucht dessen umfangreiches Werk, das Buch Rogers. Nach einem Abschnitt zur Rezeption al-Idrīsīs endet der Beitrag mit einigen Anmerkungen zu seiner Biographie.
  9. Hārūn ar-Rašīd - zwischen Frömmigkeit und Frivolität
    Der vorliegende Artikel beschäftigt sich mit der Figur des Hārūn ar-Rašīd, dem fünften abbasidischen Kalifen. Nach einer allgemeinen Einführung in sein Leben und den Kontext seines Wirkens werden die verschiedenen Darstellungen über Hārūn als frommen und zügellosen Herrscher wiedergegeben und erörtert.
  10. Ibn Ḫaldūn - Historiker, Soziologe, Philosoph
    Der vorliegende Artikel beschäftigt sich mit dem Universalgelehrten Ibn Ḫaldūn (gest. 1406 n. Chr.), der die Theorie vom Kreislauf der Kulturen/Zivilisationen entwickelte. Es werden eine kurze Lebensgeschichte Ibn Ḫaldūns, sein Hauptwerk und die berühmte "Muqaddima" dargestellt. Abschließend wird auf die Diskussionen über seine Methoden eingegangen.