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  1. Muḥammad Abed al-Ǧābirī und die Kritik der arabischen Vernunft
    Der vorliegende Artikel befasst sich mit dem marokkanischen Philosophen Muḥammad Abed al-Ǧābirī (gest. 2010), der zu den bedeutendsten Kritikern der islamischen Moderne gehört. In seinem vierbändigen Hauptwerk Naqd al-ʿaql al-ʿarabī (Kritik der arabischen Vernunft) äußert er seine reformatorischen Gedanken zur Neubegründung des arabischen Rationalismus, welche vor allem an die Gedanken des rationalistischen muslimischen Philosophen Ibn Rušd bzw. Averroes (gest. 1198) angelehnt sind.
  2. Muhammad Asad (1900–1992) – Unverstandener Grenzgänger und gefeierter Brückenbauer
    Dieser Beitrag beschäftigt sich mit Muhammad Asad, einem altösterreichischen sowie kosmopolitischen islamischen Denker und Koranübersetzer des 20. Jahrhunderts. Zunächst wird die Schwierigkeit der Einordnung sowie die vielfältigen Zuschreibungen Asads Person gegenüber angesprochen. Während zu Lebzeiten die Anerkennung seines Denkens weitgehend ausblieb, verstärkte sich in unserer Zeit das Interesse an Muhammad Asad, vor allem im deutschsprachigen Raum. Der Text zeichnet die vielen Stationen in Asads Leben nach und endet mit einem nachdenklichen Blick auf den faszinierenden, kritischen, seiner Zeit voraus seienden, am Lebensende auch resignierten Menschen, der Muhammad Asad war.
  3. Mohamed Talbi und sein Islamverständnis
    Dieser Beitrag befasst sich mit dem tunesischen islamischen Denker Mohamed Talbi, der am 1. Mai 2017 im Alter von 96 Jahren verstorben ist. Zentral in seinem Denken ist die Stellung der Freiheit des Individuums sowie eine historisch-dynamische Lesart des Korans. Als menschengemachtes Werk lehnt Talbi die Scharia ab, bzw. fordert er ein Überdenken derselben, das unserer heutigen Realität entspricht. Talbi, der sich als "koranischer Muslim" bezeichnete, gilt als einflussreicher, kritischer sowie auch umstrittener Denker, der provozierte, und gleichzeitig als tief gläubiger, im Islam fest verwurzelter Mensch, der seine Religion in gänzlicher, persönlicher Freiheit lebte. Dieselbe Freiheit forderte er für alle Menschen als gleichrangige Mitglieder der Menschheitsfamilie, und er begründete dies aus seinem Verständnis von Koran und Islam heraus.
  4. Al-Idrīsī, seine Weltkarte und Rogers Buch. Ein muslimischer Gelehrter am christlichen Königshof Rogers II. in Palermo
    Dieser Beitrag beschäftigt sich mit dem muslimisch-sizilianischen Gelehrten al-Idrīsī, der als Kartograph und Verfasser des sog. Buches Rogers in die Geschichte einging. Zunächst setzt sich der Text mit der Kulturtechnik des Kartierens auseinander und damit verbundenen Themen wie der Frage nach Objektivität und Intention von Karten sowie mit der für die Kartographie einflussreichen griechischen Geographie, insbesondere mit Ptolemäus. Anschließend wendet sich der Text al-Idrīsī zu und untersucht dessen umfangreiches Werk, das Buch Rogers. Nach einem Abschnitt zur Rezeption al-Idrīsīs endet der Beitrag mit einigen Anmerkungen zu seiner Biographie.
  5. Hārūn ar-Rašīd - zwischen Frömmigkeit und Frivolität
    Der vorliegende Artikel beschäftigt sich mit der Figur des Hārūn ar-Rašīd, dem fünften abbasidischen Kalifen. Nach einer allgemeinen Einführung in sein Leben und den Kontext seines Wirkens werden die verschiedenen Darstellungen über Hārūn als frommen und zügellosen Herrscher wiedergegeben und erörtert.
  6. Ibn Ḫaldūn - Historiker, Soziologe, Philosoph
    Der vorliegende Artikel beschäftigt sich mit dem Universalgelehrten Ibn Ḫaldūn (gest. 1406 n. Chr.), der die Theorie vom Kreislauf der Kulturen/Zivilisationen entwickelte. Es werden eine kurze Lebensgeschichte Ibn Ḫaldūns, sein Hauptwerk und die berühmte "Muqaddima" dargestellt. Abschließend wird auf die Diskussionen über seine Methoden eingegangen.
  7. ʿĀʾiša bint Abī Bakr, Mutter der Gläubigen
    Dieser Beitrag handelt von ʿĀʾiša bint Abī Bakr, Ehefrau des Propheten Muhammad und Mutter der Gläubigen. Zunächst wird auf die Frage nach ihrem Geburtsjahr eingegangen und dessen Zusammenhang mit ihrer Heirat. Danach wird ihre Rolle im Haus des Propheten und nach dessen Tod beleuchtet sowie ihre besondere Stellung als religiöse Wissensvermittlerin.
  8. Al-Ġazzālī – Zwischen Anmerkung und Kritik
    Der vorliegende Artikel beschäftigt sich mit dem muslimischen Theologen al-Ġazzālī, der wie kein anderer einerseits als Erneurer verehrt, anderseits jedoch als Galionsfigur des Niederganges in der islamischen Philosophie kritisiert wurde.
  9. Ibn Rušd – Vernunft und Glückseligkeit
    Der vorliegende Artikel beschäftigt sich mit dem rationalistischen Philosophen Ibn Rušd bzw. Averroes. Die rationalistischen Lehren des Philosophen erzielten eine nachhaltige Wirkung, die bis heute andauert. Bevor im weiteren Verlauf einige Inhalte von Ibn Rušds Lehren in Bezug auf die Glückseligkeit vorgestellt werden, erfolgt eine kurze Biographie. Abschließend wird auf die Wiederbelebung seiner Lehren in Form eines arabischen Averroismus eingegangen.