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  1. Weibliche Genitalverstümmelung und Islam
    Die uralte, kulturell tief verwurzelte Tradition der weiblichen Genitalverstümmelung wurde in den letzten Jahren vermehrt thematisiert, nicht zuletzt aufgrund der steigenden Zahl betroffener Frauen in Europa im Zuge der Immigration. Da besonders auch Musliminnen betroffen sind, stellt sich die Frage, inwieweit weibliche Genitalverstümmelung mit dem Islam zu tun hat. Dieser Beitrag beschäftigt sich mit verschiedenen Formen von weibliche Genitalverstümmelung und deren Folgen, der zunehmenden "Medikalisierung" sowie den hinter dem Brauch stehenden Reinheitsvorstellungen. Die gesetzliche Lage in Österreich wird besprochen sowie die geographische Verbreitung der Genitalverstümmelung. Es folgt eine Untersuchung des islamischen Standpunktes, woraufhin von Initiativen von muslimischer Seite sowie seitens der Menschenrechtsorganisation TARGET berichtet wird, die gemeinsam für ein Ende der weiblichen Genitalverstümmelung kämpfen. Zuletzt wird auf islamische Überlieferungen in Bezug dazu eingegangen und gefragt, inwiefern sie in Zusammenhang mit weiblicher Beschneidung gebracht werden können. Abschließend wird auf die Wichtigkeit von Aufklärungsarbeit hingewiesen, mit deren Hilfe weibliche Genitalverstümmelung bekämpft werden kann.
  2. Ist der Islam kritikfähig?
    Der vorliegende Artikel beschäftigt sich mit der Frage, ob der Islam sich historisch gesehen als kritikfähig erwiesen hat. Zunächst soll anhand einiger Beispiele aus der islamischen Geschichte und einer kurzen Erläuterung, wie mit Kritik umgegangen und Kritik bewertet wurde, eine Annäherung an diese Fragestellung hergestellt werden. Zudem wird mit Sorūš ein Autor vorgestellt, der sich theoretisch-theologisch mit der Notwendigkeit der Kritik innerhalb der islamischen Wissenschaftspraxis befasst hat.
  3. Al-Idrīsī, seine Weltkarte und Rogers Buch. Ein muslimischer Gelehrter am christlichen Königshof Rogers II. in Palermo
    Dieser Beitrag beschäftigt sich mit dem muslimisch-sizilianischen Gelehrten al-Idrīsī, der als Kartograph und Verfasser des sog. Buches Rogers in die Geschichte einging. Zunächst setzt sich der Text mit der Kulturtechnik des Kartierens auseinander und damit verbundenen Themen wie der Frage nach Objektivität und Intention von Karten sowie mit der für die Kartographie einflussreichen griechischen Geographie, insbesondere mit Ptolemäus. Anschließend wendet sich der Text al-Idrīsī zu und untersucht dessen umfangreiches Werk, das Buch Rogers. Nach einem Abschnitt zur Rezeption al-Idrīsīs endet der Beitrag mit einigen Anmerkungen zu seiner Biographie.
  4. Beiträge der Muslime in der Wissenschaft (Teil II)
    Der vorliegende Artikel ist der zweite Teil einer Reihe, die sich mit den Beiträgen der Muslime in der Wissenschaft beschäftigt. In diesem Beitrag werden die Bereiche Philosophie, Optik, Physik, Astronomie und Geographie kurz dargestellt und erörtert.
  5. Vegetarismus im islamischen Kontext
    Dieser Beitrag beschäftigt sich mit Vegetarismus im islamischen Kontext. Nach einer Begriffsbestimmung wird ein historischer Rückblick auf den Vegetarismus gehalten, woraufhin auf die Folgen einer fleischlosen Ernährungsweise in gesundheitlicher und ökologischer Hinsicht eingegangen wird. Im Anschluss wird der Bezug zum Islam hergestellt, indem auf die steigende Sensibilität bei den Themen Klimawandel, Umwelt- und Tierschutz hingewiesen wird. Sodann werden die unterschiedlichen Zugänge zu Vegetarismus aus islamischer Sicht beleuchtet. Besonders gesundheitliche, ethische und ökologische Aspekte der heute üblichen Massentierhaltung spielen hier eine Rolle. Zuletzt wird auf die Notwendigkeit eines Diskurses hingewiesen, der sich mit den modernen Gegebenheiten befasst und Halal-Ernährung neu definiert.
  6. Beiträge der Muslime in der Wissenschaft (Teil I)
    Der vorliegende Artikel beschäftigt sich mit Beiträgen der Muslime in der Wissenschaft. Nach einer allgemeinen Einführung wird kurz auf die Übersetzungsbewegung eingegangen. Danach werden einige Beiträge der Muslime in den Bereichen Mathematik, Medizin, Chemie und Alchemie erörtert.
  7. „So gebt euch schöne Namen.“ Namen und Namensgebung im Islam
    Dieser Beitrag beschäftigt sich mit der Namensgebung im islamischen Kontext. Gegenüber früheren Zeiten mit strikt vorgegebenen Traditionen trägt die Namenswahl im Allgemeinen heute viel individuellere Züge. Das Interesse bezüglich Namensbedeutung und -herkunft ist groß, wobei die Beschäftigung mit der Namensgebung des arabischen Kulturkreises einige Schwierigkeiten birgt, etwa aufgrund der langen Namensketten oder der Umschrift bzw. Aussprache arabischer Namen. Der Text geht kurz auf das islamische Ritual zur Namensgebung Neugeborener sowie die Namensauswahl ein, die auf einen "schönen Namen" fallen soll. Insbesondere der Prophet Muhammad, aber auch seine Familienmitglieder und Gefährten dienen bis heute als Namensvorbilder in der gesamten islamischen Welt. Das komplexe Namenssystem mit seinen verschiedenen Bestandteilen von persönlichem Namen und zusätzlichen Namen wird ebenso angesprochen wie die Bildung moderner Familiennamen, insbesondere im Türkischen.
  8. Sind Fatwas Todesurteile? Wenn nein, was dann?
    Der vorliegende Artikel beschäftigt sich mit dem Thema fatwā (Arab.: Rechtsmeinung). Nach einer allgemeinen Einführung wird die Praxis der Fatwātätigkeit näher erklärt und in ihren verschiedenen Konnotationen beleuchtet. Dazu gehört es auch, in Zusammenhang mit den Artikeln über die Methodologie der islamischen Rechtsfindung und den vertiefenden Artikeln zu qiyās und iǧmāʿ noch einmal auf die Autoritäten der Rechtsfindung und Rechtsprechung einzugehen und verschiedene Facetten islamischer Rechtsergründung in ein Verhältnis zu setzen.
  9. „… und wenn ihr schlachtet, schlachtet recht.“ Über das Schlachten nach islamischem Ritus
    Dieser Text beschäftigt sich mit dem Thema des Schlachtens nach islamischem Ritus. Das Österreichische Tierschutzgesetz erlaubt eine sogenannte rituelle Schlachtung ohne vorausgehende Betäubung einzig bei Vorliegen religiöser Gründe. Diese Ausnahmeregelung für Religionsgemeinschaften wird von Tierschützern abgelehnt, worauf im Text Bezug genommen wird. Im Anschluss wird ein Überblick über die rituelle sowie konventionelle Schlachtmethode gegeben und dabei auf das Thema Betäubung eingegangen, das von islamischer Seite nicht einheitlich beurteilt wird. Weiters geht es um die Frage, ob die Nennung Allahs vor der Schlachtung zwingend vorgeschrieben ist sowie um die islamischen Vorgaben im Umgang mit dem Schlachttier. Anschließend widmet sich der Text dem Thema Halal-Zertifikate in Österreich und schließt mit der Frage nach der islamisch-ethischen Vertretbarkeit von Massentierhaltung ab.
  10. Apostasie Im Islam
    Der vorliegende Beitrag behandelt das Thema Apostasie im Islam. Dabei wird zunächst zwischen einer veralteten und konservativ-traditionellen Auffassung sowie der Auffassung in einem modernen Kontext unterschieden, bevor im weiteren Verlauf Bestrafungen im Zusammenhang mit Apostasie im modernen Islam thematisiert werden.