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  1. Muslime und Nationalsozialismus
    Dieser Beitrag wirft einen Blick auf die Rolle, die Muslime in der Zeit von Nationalsozialismus und Zweitem Weltkrieg spielten, wobei die Forschung darüber noch im Gange ist und aufgrund der Komplexität nur schwer generelle Aussagen zu treffen sind. Muslime kämpften sowohl auf Seiten der Achse als auf jener der Alliierten und waren so als Opfer wie Täter in die Kriegsgeschehnisse und –verbrechen involviert. Vor dem Krieg stand der Großteil der muslimischen Länder unter Fremdherrschaft, es war eine Zeit von Aufruhr und Unabhängigkeitsbestrebungen. Alle Kriegsmächte versuchten mittels Propaganda, die Muslime auf ihre Seite zu ziehen und stellten sich als Beschützer des Islam dar. Vor dem Hintergrund zionistischer Einwanderung in Palästina nahmen antisemitsche Äußerungen und Übergriffe in der arabischen Welt zu, auch wenn sich diese Radikalisierung nicht allein auf die Palästinafrage reduzieren lässt. Die ideologische Beziehung zwischen muslimischer Welt, Islamismus und Nationalsozialismus wird in der Forschung kontrovers beurteilt. Ein Beispiel dafür ist die Einordnung der Rolle des Großmuftis von Jerusalem. Zehntausende von Muslimen vor allem aus der Sowjetunion kämpten in Wehrmacht und SS, weshalb sie nach Kriegsende repatriiert und am Galgen oder im Gulag endeten. Ebenso wie es Kollaborateure, Profiteure und Opfer unter Muslimen gab, gab es auch muslimische Helfer für die jüdische Bevölkerung angesichts der Verfolgung durch die Nazis, was mit dem Fall der Albaner exemplarisch aufgezeigt wird.
  2. Die Problematik von Fatwā-Diensten im Netz
    Der vorliegende Artikel beschäftigt sich mit der Problematik von Fatwā-Diensten im Netz. Nach einer allgemeinen Einführung über Fatwās wird anhand einiger Beispiele deren Wirkung in der Öffentlichkeit aufgezeigt um in einem nächsten Schritt näher auf die verschiedenen Fatwā-Dienste einzugehen und sich mit deren Inhalten auseinanderzusetzen.
  3. Antisemitismus und Islam
    Dieser Beitrag beschäftigt sich mit dem Thema Antisemitismus im islamischen Kontext. Das Thema scheint kaum ohne Bezugnahme auf den israelisch-palästinensischen Konflikt diskutierbar zu sein. Zunächst wird auf den Begriff 'Antisemitismus' eingegangen sowie dessen mögliche Benennungen als muslimischer, islamischer, islamistischer oder islamisierter Antisemitismus. Die aktuelle Präsenz antisemitischer Stereotype innerhalb der muslimischen Bevölkerung Europas wirft die Frage nach der möglichen Verwurzelung antisemitischer Haltungen im Islam auf, besonders angesichts antijüdischer Textstellen und Überlieferungen, wie jener einer angeblichen kollektiven Hinrichtung eines jüdischen Stammes in Medina zur Zeit des Propheten. Es gibt unterschiedliche Ansichten darüber, inwieweit von einer religiös begründeten Tradition des 'Judenhasses' gesprochen werden kann, oder ob erst unter dem Einfluss von Kolonialismus und Nahostkonflikt antisemitische Haltungen übernommen wurden.
  4. FGM und die islamische Perspektive
    Die uralte, kulturell tief verwurzelte Tradition weiblicher Genitalverstümmelung wurde in den letzten Jahren vermehrt thematisiert, nicht zuletzt aufgrund der steigenden Zahl betroffener Frauen in Europa im Zuge der Immigration. Da besonders auch Musliminnen betroffen sind, stellt sich die Frage, inwieweit FGM mit dem Islam zu tun hat. Dieser Beitrag beschäftigt sich mit verschiedenen Formen von FGM und deren Folgen, der zunehmenden „Medikalisierung“ sowie den hinter dem Brauch stehenden Reinheitsvorstellungen. Die gesetzliche Lage in Österreich wird erwähnt sowie die geographische Verbreitung von FGM. Es folgt eine Untersuchung des islamischen Standpunktes, woraufhin von Initiativen von muslimischer Seite sowie seitens der Menschenrechtsorganisation TARGET berichtet wird, die gemeinsam für ein Ende von FGM kämpfen. Zuletzt wird auf islamische Überlieferungen eingegangen und inwiefern sie in Zusammenhang mit weiblicher Beschneidung gebracht werden können. Abschließend wird auf die Wichtigkeit von Aufklärungsarbeit hingewiesen, mit deren Hilfe FGM bekämpft werden kann.
  5. Vegetarismus im islamischen Kontext
    Dieser Beitrag beschäftigt sich mit Vegetarismus im islamischen Kontext. Nach einer Begriffsbestimmung wird ein historischer Rückblick auf den Vegetarismus gehalten, woraufhin auf die Folgen einer fleischlosen Ernährungsweise in gesundheitlicher und ökologischer Hinsicht eingegangen wird. Im Anschluss wird der Bezug zum Islam hergestellt, indem auf die steigende Sensibilität bei den Themen Klimawandel, Umwelt- und Tierschutz hingewiesen wird. Sodann werden die unterschiedlichen Zugänge zu Vegetarismus aus islamischer Sicht beleuchtet. Besonders gesundheitliche, ethische und ökologische Aspekte der heute üblichen Massentierhaltung spielen hier eine Rolle. Zuletzt wird auf die Notwendigkeit eines Diskurses hingewiesen, der sich mit den modernen Gegebenheiten befasst und Halal-Ernährung neu definiert.
  6. Sind Fatwas Todesurteile? Wenn nein, was dann?
    Der vorliegende Artikel beschäftigt sich mit dem Thema fatwā (Arab.: Rechtsmeinung). Nach einer allgemeinen Einführung wird die Praxis der Fatwātätigkeit näher erklärt und in ihren verschiedenen Konnotationen beleuchtet. Dazu gehört es auch, in Zusammenhang mit den Artikeln über die Methodologie der islamischen Rechtsfindung und den vertiefenden Artikeln zu qiyās und iǧmāʿ noch einmal auf die Autoritäten der Rechtsfindung und Rechtsprechung einzugehen und verschiedene Facetten islamischer Rechtsergründung in ein Verhältnis zu setzen.
  7. „… und wenn ihr schlachtet, schlachtet recht.“ Über das Schlachten nach islamischem Ritus
    Dieser Text beschäftigt sich mit dem Thema des Schlachtens nach islamischem Ritus. Das Österreichische Tierschutzgesetz erlaubt eine sogenannte rituelle Schlachtung ohne vorausgehende Betäubung einzig bei Vorliegen religiöser Gründe. Diese Ausnahmeregelung für Religionsgemeinschaften wird von Tierschützern abgelehnt, worauf im Text Bezug genommen wird. Im Anschluss wird ein Überblick über die rituelle sowie konventionelle Schlachtmethode gegeben und dabei auf das Thema Betäubung eingegangen, das von islamischer Seite nicht einheitlich beurteilt wird. Weiters geht es um die Frage, ob die Nennung Allahs vor der Schlachtung zwingend vorgeschrieben ist sowie um die islamischen Vorgaben im Umgang mit dem Schlachttier. Anschließend widmet sich der Text dem Thema Halal-Zertifikate in Österreich und schließt mit der Frage nach der islamisch-ethischen Vertretbarkeit von Massentierhaltung ab.
  8. Apostasie Im Islam
    Der vorliegende Beitrag behandelt das Thema Apostasie im Islam. Dabei wird zunächst zwischen einer veralteten und konservativ-traditionellen Auffassung sowie der Auffassung in einem modernen Kontext unterschieden, bevor im weiteren Verlauf Bestrafungen im Zusammenhang mit Apostasie im modernen Islam thematisiert werden.
  9. Sklaverei und Islam
    Dieser Beitrag widmet sich dem Thema Sklaverei im Allgemeinen sowie in Bezug auf den Islam. Zunächst wird auf die aktuelle Lage sowie Formen von Sklaverei weltweit eingegangen, anschließend auf die islamische Theorie und die historische Praxis in der muslimischen Welt bis hin zu heutigen Formen von Sklaverei.
  10. Religionspädagoge: "Muslime müssen sich positionieren"
    Zekirija Sejdini kritisiert die Auffassung eines "ursprünglichen" Islam und fordert eine klare Haltung zur IS. Mit ihm sprach Beate Hausbichler.